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Gabi SchmidtGabi Schmidt
11.05.2022

Nahrungsmittelknappheit infolge des Ukraine-Kriegs: FREIE WÄHLER-Fraktion fordert internationales Soforthilfeprogramm

Schmidt: Hungerkatastrophe auf dem afrikanischen Kontinent verhindern!

München. Die Ukraine ist einer der größten Weizenlieferanten der Welt – zumindest bislang. Denn kriegsbedingt ist in diesem Jahr mit massiven Ernteausfällen zu rechnen, möglicherweise gar mit einem Totalausfall der kommenden Ernte. Die Folgen könnten für die Hauptabnehmer auf dem afrikanischen Kontinent weitreichend sein. Mittels Dringlichkeitsantrag setzt sich die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion deshalb heute im Plenum für ein internationales Soforthilfeprogramm für jene afrikanischen Staaten ein, in denen aufgrund des Ukraine-Krieges mit schwerwiegenden Ernährungskrisen zu rechnen ist.

Dazu die entwicklungspolitische Sprecherin Gabi Schmidt: „In den Ländern Afrikas zeichnet sich eine besorgniserregende Lebensmittelverknappung ab. Wir müssen gemeinsam verhindern, dass aus dem Ukraine-Krieg nun auch noch eine globale Nahrungsmittelkrise wird.“ Bereits heute litten einige afrikanische Länder unter einer starken Dürre. Hinzu kämen gewaltsame Konflikte, Heuschreckenplagen, die weltweit anziehende Inflation und vielerorts Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Pandemie. Der Mangel an Nahrungsmitteln verschärfe nun die ohnehin angespannte Situation auf dem gesamten Kontinent. „Auf den Hunger können soziale Unruhen und neue Konflikte folgen. Das dürfen wir als Weltengemeinschaft nicht einfach billigend in Kauf nehmen“, so Schmidt.

Die meisten Preise für Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs seien bereits auf einem Rekordhoch. „Das ist brisant und für den sozialen Frieden brandgefährlich – und sollte deshalb dringend mehr politische Aufmerksamkeit erhalten“, betont Schmidt. Schon jetzt komme aus Russland und der Ukraine kaum noch Getreide in Afrika an, zudem fehle es am Düngemittel Kalisalz. „Neben den vielen hungernden Menschen müssen wir auch diejenigen in den Blick nehmen, die an Mangelernährung leiden, weil sie sich nährstoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse nicht mehr leisten können“, mahnt Schmidt. Gerade für Kleinkinder könnten die Folgen einer Mangelernährung verheerend sein.

Neben einer internationalen Soforthilfe müsse die länderübergreifende Entwicklungszusammenarbeit aber auch daran mitwirken, den Selbstversorgunggrad auf dem afrikanischen Kontinent zu erhöhen. „Dem Wissenstransfer und der Ausbildung kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.“ Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch, die Rolle der Frauen in vielen afrikanischen Staaten zu stärken, da diese die Hauptverantwortung für die ländliche Nahrungsmittelproduktion trügen, so Schmidt abschließend.

Hinweis: Den erwähnten Dringlichkeitsantrag finden Sie HIER.

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